{"id":48,"date":"2013-02-10T22:56:09","date_gmt":"2013-02-10T22:56:09","guid":{"rendered":"http:\/\/mysparky.org\/solarverein\/?page_id=48"},"modified":"2013-02-10T22:56:09","modified_gmt":"2013-02-10T22:56:09","slug":"unsere-ziele","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/?page_id=48","title":{"rendered":"Unsere Ziele"},"content":{"rendered":"<h4>Die Idee<\/h4>\n<p>Das Naheliegende nutzen \u2013 Sonnenenergie ist mehr als genug vorhanden.<\/p>\n<p>Bei Gr\u00fcndung des Solarvereins in 2003 hie\u00df es an dieser Stelle \u201cdie Sonnenenergie wird noch viel zu wenig zur Energieerzeugung genutzt. Deshalb soll B\u00fcrgerInnen die Teilnahme an Solaranlagen erm\u00f6glicht werden\u201d<\/p>\n<p>Dieses Ziel ist in den letzten Jahren verwirklicht worden \u2013 der Begriff Photovoltaik ist l\u00e4ngst schon kein Fremdwort mehr. \u00dcberall sind auf Geb\u00e4uden und Brachfl\u00e4chen Solaranlagen errichtet worden- die Branche boomt \u2013 oder richtiger gesagt, hat geboomt. Durch die Einschnitte im EEG (Energieeinspeisegesetz) ist der Zenit leider \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Trotzdem halten wir fest an unserem Ziel, dass weiter B\u00fcrgersolaranlagen entstehen sollen<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">um einen Beitrag f\u00fcr den Klimaschutz zu leisten<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">um die Nutzung der Sonnenenergie weiter nach vorne zubringen<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">um Dachfl\u00e4chen sinnvoll zu nutzen<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">um die Kosten f\u00fcr eine Strom erzeugende Solaranlage gemeinsam zu tragen<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">um den Strom selber zu nutzen und sparsam mit ihm umzugehen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h4>Die Umsetzung<\/h4>\n<p>Viele tausend Quadratmeter ungenutzter Dachfl\u00e4chen k\u00f6nnen in Berlin und Umgebung zur W\u00e4rmegewinnung oder zur Umwandlung des Sonnenlichts in Strom genutzt werden. Der Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. gibt hier Hilfestellung. Er erbringt die erforderliche Vorarbeit, um Gesellschaften b\u00fcrgerlichen Rechts (GbR) zu gr\u00fcnden, die den privatwirtschaftlichen Betrieb von Solaranlagen gew\u00e4hrleisten. Gesellschafter sind die B\u00fcrgerInnen, die sich mit Anteilscheinen an den Investitionskosten beteiligen.<\/p>\n<h5>Das Angebot<\/h5>\n<p>Zum Angebot des Vereins auf ehrenamtlicher Basis geh\u00f6rt:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">die Hilfe bei der Planung von B\u00fcrger-Solaranlagen an geeigneten Standorten und in Zusammenarbeit mit kompetenten Anbietern<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">die organisatorischen Vorbereitungen zur Gr\u00fcndung einer Betreibergesellschaft (GbR)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">die Vorbereitung von Vertr\u00e4gen und Dachnutzungsvereinbarungen f\u00fcr die Betreibergesellschaft<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Die Suche<\/h5>\n<p>Wir suchen D\u00e4cher f\u00fcr weitere Anlagen, die mietfrei zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<br \/>\nWir suchen Initiativen, die wir beim Errichten der eigenen Anlage unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<br \/>\nDa die Organisation weiterer Anlagen die Kapazit\u00e4t unseres gemeinn\u00fctzig arbeitenden Vereins \u00fcberschreitet, wollen wir eher in die Verbreitung unseres Know Hows investieren oder Aufgaben auslagern.<\/p>\n<h5>Der Weg<\/h5>\n<p>Jedes Kilowatt installierter Leistung (10 qm Modulfl\u00e4che) produziert etwa 850 kWh (Kilowattstunden) Solarstrom pro Jahr. Der eingespeiste Strom wird nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG in der jeweils aktuellen Fassung) von dem Netzbetreibern verg\u00fctet oder kann ganz oder teilweise selbst oder von dem Dachbesitzer genutzt werden.<\/p>\n<h5>Die Finanzierung<\/h5>\n<p>Beispiel Solaranlage mit 10 kWp in 2013:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">Investitionsvolumen : ca. 15.000 \u20ac (netto)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">Nebenkosten (Versicherung, Verwaltungskosten) 1000 \u20ac pro Jahr<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">Stromertrag: 8.500 kWh<\/span><\/li>\n<li><span style=\"line-height: 1.6;\">Einspeiseverg\u00fctung: ca. 1.350 \u20ac bei Einspeisung ins Stromnetz<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Das Problem<\/h5>\n<p>eine B\u00fcrgersolaranlage, bei der relativ hohe Verwaltungskosten durch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, Miete, Steuererkl\u00e4rung entstehen, kann mit der derzeitigen geringen Einspeiseverg\u00fctung nicht wirtschaftlich arbeiten. Hier ist ein Umdenken n\u00f6tig \u2013 z.B. dem Dachbesitzer den Strom zu einem festen (\u00fcber dem EEG aber unter dem ort\u00fcblichem) Strompreis \u00fcber 20 Jahre garantiert zu verkaufen.<\/p>\n<h4>Organisationsform GbR<\/h4>\n<p>F\u00fcr Anlagen mittlerer Gr\u00f6\u00dfe kommt am besten eine Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts als Rechtsform in Frage. Die Anteilseignerinnen und Anteilseigner an einer B\u00fcrgersolaranlage bilden eine Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts (GbR). Dies bringt gegen\u00fcber anderen Formen wie z.B. der GmbH den Vorteil einer schlanken Organisation. Ein prinzipieller Nachteil der GbR ist, dass jeder Gesellschafter mit seinem Privatverm\u00f6gen f\u00fcr Verbindlichkeiten der GbR haftet. Um dieses Risiko zu vermeiden, wird z.B. beim Solarpark Hadern und beim Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. ein gemeinn\u00fctziger Verein dazwischen geschaltet, der den Betrieb der Anlage und die damit verbundene Haftpflicht \u00fcbernimmt. Die Gesellschafterinnen und Gesellschafter sind dadurch vor Anspr\u00fcchen Dritter aus der Betreiberhaftpflicht gesch\u00fctzt.<\/p>\n<h5>Verein und GbR<\/h5>\n<p>Durch Vorschaltung eines Vereins, der die Anlage betreibt und der GbR die Rolle der Kommanditisten zuweist, haben wir eine Rechtsform, die einer GmbH und Co KG entspricht. Das Risiko der Anteilszeichner wird minimiert. Eine derartige Vorgehensweise wurde im Jahr 2002 erstmalig in Hadern erprobt und publiziert, und bekam von allen Seiten regen Zuspruch, da es f\u00fcr viele Initiativen auf ehrenamtlicher Basis ein guter Weg ist, um mit wenig Aufwand und Kosten den Anlegern eine Haftungsbeschr\u00e4nkung zu bieten.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung einer GmbH und Co KG ist sehr aufwendig, und zieht erhebliche Kosten nach sich (Notar, Handelsregister, etc.). Weiterhin ben\u00f6tigt die GmbH ein Stammkapital von 25.000 Euro, und ein angegliederte Co KG muss aus steuerrechtlichen Gr\u00fcnden j\u00e4hrlich 10% des GmbH-Stammkapitals decken. Es wird schnell ersichtlich, dass sich diese Kosten erst ab einer gewissen Umsatzgr\u00f6\u00dfe lohnen. F\u00fcr die Solarbranche wird dies erst ab einer Leistung von 50 kWp in Betracht gezogen.<\/p>\n<h5>Haftungsbegrenzung<\/h5>\n<p>Grunds\u00e4tzlich haften alle Gesellschafter einer GbR einzeln mit Ihrem Privatverm\u00f6gen f\u00fcr die Verbindlichkeiten der GbR. Um dieses Risiko zu minimieren, werden alle versicherbaren Ereignisse durch geeignete Versicherungen abgedeckt. Dazu geh\u00f6rten in erster Linie eine Haftpflichtversicherung, die auch Allm\u00e4hlichkeitssch\u00e4den einschlie\u00dft, sowie eine Anlagen- und Ertragsausfallversicherung.<\/p>\n<p>Verbleibende Risiken lassen sich minimieren, wenn Bau und Betrieb der Anlage einem Verein \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<h5>Die Rollenverteilung zwischen GbR und Verein<\/h5>\n<p>Die GbR beauftragt den Verein mit Bau und Betrieb der Anlage. Alle daraus resultierenden Vertr\u00e4ge mit Dritten (z.B. Dachnutzungsvertrag, Versicherungsvertr\u00e4ge) schlie\u00dft der Verein. Anfallende Kosten werden dem Verein durch die GbR ersetzt.<\/p>\n<p>Die Einspeiseverg\u00fctung flie\u00dft direkt der GbR zu, welche die Buchf\u00fchrung und Abrechnung mit den Gesellschaftern \u00fcbernimmt. Diese Rollenverteilung l\u00e4sst sich in einem Vertrag zwischen Verein und GbR regeln.<\/p>\n<p>Der Verein kann Gemeinn\u00fctzigkeit besitzen und gem\u00e4\u00df seiner Satzung weitere Ziele z.B. im Bereich Umweltschutz und Energie sowie \u00d6ffentlichkeitsarbeit verfolgen.<\/p>\n<p>Werden in einer Region mehrere B\u00fcrgerbeteiligungsanlagen gebaut, so muss f\u00fcr jede Anlage eine eigene GbR gegr\u00fcndet werden. Ein Verein kann dabei den Betrieb f\u00fcr mehrere Anlagen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<h5>Laufzeit<\/h5>\n<p>Die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage liegt bei etwa 30 Jahren. F\u00fcr die ersten 20 Jahre regelt das EEG die Einspeiseverg\u00fctung. Die Photovoltaikmodule, die wichtigsten Bauteile, werden von den Herstellern mit einer Leistungsgarantie von 20, meist sogar 25 Jahren abgesichert. Bei guter Funktion und attraktiver Einspeiseverg\u00fctung \u00fcber 20 Jahre hinaus erscheint eine Laufzeit der Anlage von 30 Jahren realistisch.<\/p>\n<h5>Haftung und Versicherung<\/h5>\n<p>Eine Betriebshaftpflichtversicherung z.B. bei der Mannheimer Versicherung deckt Personen- und Sachsch\u00e4den Dritten gegen\u00fcber ab. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Elektronikversicherung abgeschlossen, die Ertragsausf\u00e4lle aufgrund technischer Probleme, Sturm, Hagel, Vandalismus, etc. abdeckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee Das Naheliegende nutzen \u2013 Sonnenenergie ist mehr als genug vorhanden. Bei Gr\u00fcndung des Solarvereins in 2003 hie\u00df es an dieser Stelle \u201cdie Sonnenenergie wird noch viel zu wenig zur Energieerzeugung genutzt. Deshalb soll B\u00fcrgerInnen die Teilnahme an Solaranlagen <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/solarverein-berlin.de\/?page_id=48\">&hellip; Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":38,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/left-nav-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-48","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/48","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/48\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/38"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}