{"id":99,"date":"2004-01-11T22:31:31","date_gmt":"2004-01-11T20:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/mysparky.org\/solarverein\/?p=99"},"modified":"2015-05-27T07:14:50","modified_gmt":"2015-05-27T05:14:50","slug":"tatigkeitsbericht-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/solarverein-berlin.de\/?p=99","title":{"rendered":"R\u00fcckblick 2003"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-693\" alt=\"GbR-1-Gruendung\" src=\"http:\/\/svbb.smuemd.de\/\/\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/GbR-1-Gruendung-640x478.jpg\" width=\"640\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/solarverein-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/GbR-1-Gruendung-640x478.jpg 640w, https:\/\/solarverein-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/GbR-1-Gruendung-260x194.jpg 260w, https:\/\/solarverein-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/GbR-1-Gruendung.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Der Solarverein Steglitz-Zehlendorf e.V. hat sich am 19. August 2003 mit 12 Mitgliedern gegr\u00fcndet. Zum Jahresende 2003 hatte der Verein 14 Mitglieder (Stand 2\/2004: 17 Mitglieder).<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h5>Als Ziele des Vereins wurden folgende Forderungen formuliert und in die Satzung aufgenommen:<\/h5>\n<p>Der Verein f\u00f6rdert den Umwelt- und Klimaschutz und tritt ein f\u00fcr die Umsetzung der Forderungen der Weltklimakonferenzen. Ziel des Vereins ist es, F\u00f6rder- und Projektarbeit zu leisten. Dieses insbesondere in der Information der B\u00fcrgerInnnen \u00fcber neue Erkenntnisse im Umweltschutz, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Vorarbeit zur Errichtung von B\u00fcrger-Solaranlagen, Unterst\u00fctzung von B\u00fcrgerInnen, die unter der Tr\u00e4gerschaft einer GbR eine B\u00fcrger-Solaranlage errichten wollen.<br \/>\nDer Verein will durch seine Arbeit Anregung geben, brachliegende Ressourcen von erneuerbaren Energiequellen st\u00e4rker als bisher zu nutzen und die n\u00f6tigen gesetzlichen und beh\u00f6rdlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.<\/p>\n<p>Der Verein strebt die Zusammenarbeit mit Vereinen des In- und Auslands an, die gleiche oder \u00e4hnliche Zeile verfolgen. Der Verein ist \u00fcberparteilich und \u00fcberkonfessionell t\u00e4tig.<\/p>\n<h4>Vordringlichstes Ziel in 2003 war es, eine erste B\u00fcrger-Solaranlage in Berlin zu errichten.<\/h4>\n<p>In Stichworten waren daf\u00fcr folgende Vorbereitungen notwendig:<\/p>\n<ul>\n<li>Anmeldung des Vereins beim Amtsgericht,<\/li>\n<li>Beantragen der Anerkennung der Gemeinn\u00fctzigkeit durch das Finanzamt f\u00fcr K\u00f6rperschaften,<\/li>\n<li>Er\u00f6ffnen eines Bankkontos,<\/li>\n<li>Abkl\u00e4ren der technischen Details,<\/li>\n<li>Suche nach einem mietfrei zur Verf\u00fcgung gestellten Dach,<\/li>\n<li>Kl\u00e4ren der rechtlichen Fragen: Geeigneter Nutzungsvertrag, Gesellschaftervertrag, Photovoltaikanlagenerrichtungs- und betreibungsvertrag zwischen dem Solarverein und der zu gr\u00fcndenden GbR<\/li>\n<li>Suche nach B\u00fcrgerInnen, die bereit sind, in eine B\u00fcrger-Solaranlage zu investieren,<\/li>\n<li>Einholen von Angeboten f\u00fcr Photovolataikanlage von Solar-Firmen.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>1. Die Suche nach einem mietfrei zur Verf\u00fcgung gestellten Dach:<\/h5>\n<p>Da sich die Dachsuche \u00fcber das Bezirksamt als sehr zeitaufwendig darstellte &#8211; zum einen auf Grund der politischen Mehrheitsverh\u00e4ltnisse im Bezirk, zum anderen durch die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden in einer \u00f6ffentlichen Verwaltung \u2013 machte der Vorstand sich anderw\u00e4rtig auf die Suche. Das Dach der Werkgemeinschaft f\u00fcr Berlin-Brandenburg gGmbH am Teltower Damm in Berlin Steglitz-Zehlendorf war optimal geeignet und die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung in beispiellos kooperativer Weise bereit, die Fl\u00e4che f\u00fcr die n\u00e4chsten 20 Jahre mietfrei zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<h5>2. Die Suche nach B\u00fcrgerInnen, die bereit sind, in eine B\u00fcrger-Solaranlage zu investieren:<\/h5>\n<p>Daf\u00fcr wurden in Stichworten folgende Ma\u00dfnahmen getroffen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erstellen und Kopieren von ca. 3.000 Flyern, monatliche Aktualisierung\u201a<\/li>\n<li>Erstellen und Kopieren von Infobl\u00e4ttern zur Finanzierung, Gewinnbeteiligung, steuerlichen Vorteilen, Vereinsaufgaben, GbR-Modell,<\/li>\n<li>Verteilung des Infomaterials bei umweltrelevanten Veranstaltungen, \u00f6ffentlichen Einrichtungen, Gesch\u00e4ften, Weiterleitung an Umweltverb\u00e4nde zum Verschicken,<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung von Infost\u00e4nden bei Veranstaltungen aus dem Umweltbereich,<\/li>\n<li>Einrichten einer Mailadresse,<\/li>\n<li>Einrichten eine Homepage,<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung einer Informationsveranstaltung f\u00fcr interessierte B\u00fcrgerInnen am 21.10.2003 im Gemeindehaus der Paulus-Kirchengemeinde,<br \/>\nVorstellen des Projektes bei der Gr\u00fcnen Liga, dem BUND, dem KAUTZ.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>\u00a03. Gr\u00fcndung einer Betriebergesellschaft<\/h5>\n<p>Bereits nach drei Monaten konnte die erste Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts (GbR)\u00a0 zum Erwerb einer 5kw-Photovoltaik-Anlage gegr\u00fcndet werden. Dieses Gesellschaftermodell wurde gew\u00e4hlt, weil die Gr\u00fcndung einer GbR unkompliziert und schnell erfolgen kann. Um die Haftungsrisiken f\u00fcr die einzelnen Gesellschafter zu beschr\u00e4nken, \u00fcbernahm der Verein den Betrieb der Anlage.<\/p>\n<h5>4. Bau der Anlage<\/h5>\n<p>Im Dezember wurde die Anlage durch die Beteiligung von 22 B\u00fcrgerInnen und dem KAUTZ-Verein mit Gesellschaftsanteilen von zusammen 27.000 \u20ac finanziert und nach detaillierter Pr\u00fcfung mehrerer Angebote von der Firma Bumiller installiert. Die Anlage auf dem Dach der Werkgemeinschaft f\u00fcr Berlin-Brandenburg gGmbH wird von 2004 an pro Jahr circa 4.300 kWh in das \u00f6ffentliche Netz einspeisen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Erfolg des Solarvereins, nach so kurzer Zeit gen\u00fcgend B\u00fcrgerInnen f\u00fcr die Beteiligung an der ersten B\u00fcrger-Solaranlage zu finden, muss vor dem Hintergrund der Berliner Gegebenheiten bewertet werden: Die Versuche von Umwelt- und Agenda-Gruppierungen und dem Referat Klimaschutz der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung, dem Thema Solarenergie in Berlin einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert zu geben, scheiterten bisher alle. Der Funke sprang trotz gro\u00dfem ehrenamtlichen Engagement nicht \u00fcber. Der Begriff \u201eB\u00fcrger-Solaranlage\u201c war in Berlin ein Fremdwort \u2013 bis zur Gr\u00fcndung unseres Solarvereins!<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Die weiteren Ziele:<\/h4>\n<h5>Der Verein m\u00f6chte es bei der ersten B\u00fcrger-Solaranlage nicht belassen, denn Berlin hat noch viele D\u00e4cher, auf denen Photovoltaik-Anlagen installiert werden k\u00f6nnen.<\/h5>\n<p>Hier einige Stichpunkte:<\/p>\n<ul>\n<li>Interessenten, die sich nach den ersten Positivmeldungen bereits jetzt in verst\u00e4rktem Ma\u00dfe an den Verein wenden, werden in einer zweiten und weiteren GbR\u2019s zusammengef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Schulen, Kirchengemeinden, Firmen mit geeigneten Dachfl\u00e4chen sollen angesprochen werden. In Veranstaltungen vor Ort werden dann die Elternschaft, die Kirchenmitglieder, die Firmenmitarbeiter motiviert, eine B\u00fcrger-Solaranlage auf ihrem Dach zu errichten.<\/li>\n<li>Agenda-Gruppen und Umweltverb\u00e4nden wird angeboten, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn in der Gruppe eine gen\u00fcgende Anzahl von Interessierten f\u00fcr die Finanzierung einer Anlage gefunden wurde.<\/li>\n<li>B\u00fcrgerInnen sollen sich informieren k\u00f6nnen: zum einen durch Internetpr\u00e4senz, zum anderen durch Anzeigedisplays an den Geb\u00e4uden mit B\u00fcrger-Solaranlagen, die vom Verein installiert werden sollen. Durch Installation von analogen Modems an den Photovoltaikanlagen soll eine direkte Wiedergabe der Stromertr\u00e4ge im Internet erm\u00f6glicht werden.<\/li>\n<li>Es werden Informationsveranstaltung zur Nutzung regenerativer Energiequellen angeboten. F\u00fcr 2004 ist eine Veranstaltungsreihe zum Thema \u201eEnergieeinsparung im Wohn-Haus \u2013 Informationen f\u00fcr Mieter und Eigent\u00fcmer\u201c geplant.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die oben beschriebenen Ideen m\u00fcssen durch die unterschiedlichsten Ma\u00dfnahmen breit kommuniziert werden, wof\u00fcr die finanzielle Grundlage nur aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen nicht ausreichend w\u00e4re. Um die Arbeit des Solarvereins Steglitz-Zehlendorf e.V. erfolgreich weiterzuf\u00fchren, werden deshalb in 2004 F\u00f6rdermittel beantragt.<\/p>\n<h4>Finanzen<\/h4>\n<p>Die durch die Kontof\u00fchrung, Rechtskosten und Diverses entstandenen Ausgaben konnten durch die Mitgliedsbeitr\u00e4ge \u00fcber 30 \u20ac pro Mitglied abgedeckt werden.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr Rechtsberatung, B\u00fcromaterial, Telefon, Fax, Internet usw. wurden von Unterst\u00fctzern und den jeweiligen Mitgliedern nicht in Rechnung gestellt, sondern dem Verein gespendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Solarverein Steglitz-Zehlendorf e.V. hat sich am 19. August 2003 mit 12 Mitgliedern gegr\u00fcndet. 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