7. Bürger-Solaranlage an Mosaik GmbH übergeben

Als wir im Jahr 2008 die Bürgersolar Berlin-Brandenburg Kuhhorst GbR gründeten und auf dem Ökohof Kuhhorst eine Photovoltaikanlage installierten, war der Grundgedanke, die Anlage mit der Gesamt-GbR über 20 Jahre gemeinschaftlich zu betreiben. Danach wollten die mit 50 % beteiligten Mosaik-Werkstätten mit der Anlage noch viele weitere Jahre Strom für den Ökohof Kuhhorst erzeugen.

Leider gab es etliche Module in der Anlage, die durch eingedrungene Feuchtigkeit den Strom nicht weiterleiteten. Die Erträge waren dadurch in letzter Zeit stark gesunken.

Unter Mitinitiative des Solarvereins wurde beschlossen, die GbR vorzeitig aufzulösen und die Anlage an die Mosaik GmbH zu übergeben. Die Kuhhorst-Anlage wurde abgebaut und „repowert“. Die Kosten für dieses Repowering werden nahezu getragen von der Einspeisevergütung, welche die Mosaik-Werkstätten noch für die restliche Laufzeit (31.12.2028) erhält. Die Anlage kann nach 2028 noch viele Jahre Strom zum Eigenverbrauch für die Mosaik-Werkstätten produzieren, sodass wir unser Versprechen von 2008 halten können.

Besonders freuen wir uns über die gute Öffentlichkeitswirkung der Anlage in Kuhhorst. Die Photovoltaikanlage bietet mit ihrer Ausrichtung zum Innenhof einen Blickfang für die vielen Besucher, die sich am Wochenende oder zu Festen wie Erntedank dort einfinden. Weitere Informationen zum Ökohof sehen Sie unter Ökohof Kuhhorst

Die neue repowerte Anlage im Ökohof Kuhhorst

Zur Erinnerung: Am 29. April 2008 beschlossen, im Juli 2008 errichtet und am 5. September 2008 feierlich eingeweiht: die 7. vom Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. initiierte Bürger-Solaranlage, mit 35,9 kWp die bisher größte, installiert in Kuhhorst auf einem Dach der Mosaik-Werkstätten für Behinderte gGmbH.

Die „Bürger-Solar Berlin/Brandenburg Kuhhorst GbR“ hatte die 163.000 EUR (netto) teure Photovoltaikanlage zur Hälfte über die Mosaik-Werkstätten für Behinderte gGmbH und zur anderen Hälfte über 35 Einzelzeichner, die ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, finanziert.

Der Ökohof Kuhhorst liegt im Brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin, 12 km nördlich von Nauen im Havelländischen Luch. In enger Zusammenarbeit mit den Einwohnern der Gemeinde gründete der MOSAIK e. V. 1991 (www.mosaik-berlin.de) den Ökohof Kuhhorst – ein Modellprojekt zur beruflichen Förderung behinderter Menschen. Der Ökohof erzeugt landwirtschaftliche Produkte und die Werkstatt für Behinderte übernimmt deren Weiterverarbeitung.

Der Hof bietet mehr als 70 jungen Menschen, die geistig behindert sind, einen Arbeitplatz und sorgt für ihre soziale Integration. Er umfasst 400 Hektar Acker- und Grünland und bietet vielfältige Arbeiten in der Landwirtschaft, Geflügelwirtschaft, im Gemüse- und Obstbau.

Vierte Bürger-Solaranlage gehört jetzt der Stadt Teltow

Seit 20 Jahren liefert die vierte vom Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. errichtete Photovoltaik-Anlage Strom auf dem Dach derTeltower Bürgel-Schule, jetzt Ernst-von-Stubenrauch-Grundschule. Sie wurde von der von Bürger-Solar Berlin-Brandenburg Teltow GbR betrieben.

Nun wurde die Anlage zum symbolischen Preis von einem Euro an die Stadt Teltow übergeben. Den entsprechenden ab 01.01.2026 gültigen Vertrag unterzeichneten am 02.12.2025 Bürgermeister Thomas Schmidt, Michael Arkenau als Geschäftsführer der GbR und die Vorsitzende des Solarvereins Claudia Pirch-Masloch. Für Bürgermeister Schmidt schließt sich hier ein Kreis: er war der Unterzeichner des Mietvertrages und nun des Übergabevertrages.

Die 2005 vom Solarverein Berlin-Brandenburg initierte Bürgersolar-Anlage wurde an die Stadt Teltow übergeben, weil die staatliche Förderung zum 31.12.2025 nach 20 Jahren ausläuft und auch der Mietvertrag endet. Der nur symbolische Kaufpreis ist auch damit begründet, dass die GbR das Schuldach mietfrei nutzen durfte. Anteilige Rückbaukosten wurden mit an die Stadt übergeben.

Die Mitglieder des Solarvereins und die Gesellschafter der GbR sind glücklich, dass durch den Erhalt der Anlage ein weiterer Beitrag zum örtlichen Klimaschutz geleistet wird.

Die Anlage hat seit 2005 rund 600.000 KWh Strom erzeugt und läuft nach wie vor einwandfrei. Geplant ist, dass die Anlage einen Großteil des Eigenbedarfs der Grundschule an Strom abdeckt.

25. März 2023: endlich wieder möglich, sich live zu treffen!

Nach langer Coronapause war es am 25. März 2023 endlich wieder möglich, sich zur Mitgliederversammlung live zu sehen im Haus der Diakonie in der Paulsenstraße. Beim anschließenden offenen Gesellschafter-Treffen wurde angeregt über aktuelle und Zukunftsfragen debattiert.

Ein wichtiges Thema war, wie es nach Ablauf der 20-jährigen Förderung für die GbRs weitergehen könnte. Die vom Solarverein initiierten Bürgersolaranlagen kommen in die Jahre. In 2023 ging GbR 3 vom Netz auf Grund einer Dachsanierung, in 2024 läuft das EEG für GbR 1 und 2 aus, in 2025 GbR 4, 2026 GbR 5, 2027 GbR 6, 2028 GbR 7, 2029 GbR 8 und 9.

Laut Gesellschafterverträgen werden die GbRs nach dem Auslaufen der EEG-Förderung aufgelöst und die Mietverträge enden zu diesem Zeitpunkt.
Man war sich einig, dass es insbesondere für die kleinen Anlagen sinnvoll ist, die Anlagen für „einen symbolischen Euro“ an die jeweiligen Hausbesitzer zu übergeben, sodass weiter Strom produziert wird. Und man dankt damit den Dachgebern, die die Dächer ohne oder mit geringer Mieteinnahme für 20 Jahre zur Verfügung gestellt haben.

Interessant sind die Erträge pro kWp in 2022. Die vor 20 Jahren prognostizierte Verschlechterung der Erträge kann man bei unseren Bürgersolaranlagen nicht feststellen. Bei mehreren Anlagen wird jährlich immer noch mehr als 1.000 kWh pro kWp eingespeist.

Weihnachtsgrüße 2020

Liebe Mitglieder des Solarvereins, liebe Gesellschafter der Solar-GbRs, liebe Freunde,

der Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. wünscht Ihnen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2021.

Sicherlich werden auch bei Ihnen die Feiertage anders verlaufen, als gewohnt – im kleinsten Familienkreise, ohne Gottesdienstbesuch, eingeschränkt. Ohne das Glas Sekt zum Jahreswechsel mit Freunden oder den Nachbarn über den Gartenzaun.

Es ist schon bemerkenswert: Jahrelang hat man sich „besinnliche“ Weihnachten gewünscht und wusste doch stets, dass es in der Zeit zwischen dem ersten Advent und dem Silvestertag alles andere als besinnlich zugehen würde. In diesem Jahr würde manch einer gerne weniger Zeit zum Besinnen haben. Aber das Corona-Virus zwingt uns zum Stillhalten.

Möge es Ihnen glücken, dieser Situation trotz aller Sorgen und Wehmut gleichwohl etwas Gutes abzugewinnen. Vielleicht bedeutet ein „besinnliches Fest“ einfach, sich in diesem Jahr auf das zu konzentrieren, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist. Dass Ihnen dies gelingt, das wünschen wir Ihnen von Herzen.

Und das Wichtigste: bleiben sie gesund! Schon jetzt freuen wir uns auf große Runden bei den nächsten Treffen, der nächsten Mitgliederversammlung und den GbR-Versammlungen, auf denen wir uns persönlich begegnen können – und wenn nicht in 2021 dann eben im Jahr darauf!

Mit sonnigen Grüßen
für den Vorstand
Claudia Pirch-Masloch

Info: Hinweispapier für Ü20-Anlagen vom Solarenergie Förderverein SFV

Der Solarenergie Förderverein SFV hat ein Hinweispapier für Ü20-Anlagen erstellt.

Zitat:
„Derzeit befindet sich eine Gesetzesänderung (EEG 2021), die bis zum Jahresende verabschiedet werden soll, zur Beratung im Deutschen Bundestag. Es ist noch nicht sicher, ob dies gelingt und ob das Gesetz rechtzeitig zum 1. Januar 2021 in Kraft treten wird.

Viele Anlagenbetreiber sind daher verunsichert, wie sie sich verhalten sollen.
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., die Verbraucherzentrale NRW, die Energieagentur NRW, das Bündnis Bürgerenergie e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. haben deshalb ein gemeinsames Hinweispapier für Betreiber von Ü20-Anlagen erarbeitet.

Sollten Sie betroffen sein und zusätzlich zum Hinweispapier Fragen haben, nutzen Sie bitte den untenstehenden Kontakt-Link.

Ansonsten bitten wir um Unterstützung, das Hinweispapier zu verbreiten. Die knapp 20.000 Ü20-Anlagenbetreiber, die von Änderungen betroffen sind, könnten so schnell Hilfestellung bekommen.

Hinweispapier